Testsysteme zur Absicherung der Fehlersicherheit von KFZ-Steuergeräten
Der Fail Save Tester basiert auf dem SMART-Testsystem Baukasten und ermöglicht dem Anwender auf allen Pins des Prüflings unterschiedliche Fehler anzuschalten und die Reaktion des Steuergeräts zu bewerten. Das Erfassen der Reaktion erfolgt je nach Fehlerart und Ausprägung durch das messen von Signalgrößen und das Auslesen des Fehlerspeichers über ein Diagnosetool.
Die elektrische Sicherheit des Steuergeräts im Fehlerfall und die Diagnosefunktion eines jeden Steuergerätepins können mit diesem Testsystem überprüft werden. Des Weiteren ist ein Test der Softwarefunktionen unter bestimmten Fehlerzuständen möglich. Durch die kompakte Bauweise ist das Testsystem transportabel und kann dadurch auch im Fahrzeug eingesetzt werden.
Mit dem Testsystem können verschiedene Fehlerarten (z. B. Open Load, Short BAT+ oder Short BAT-) simuliert werden. Auch die Aufschaltung der einzelnen Pins des Steuergerätes auf ein Fehlerrail ist möglich. Somit kann an mehreren Pins der gleiche Fehler bzw. ein Kurzschluss zwischen den Pins simuliert werden. Um das System als auch den Prüfling vor zu hohen Strömen zu schützen, verfügen die Rails über eine Mess- und Überwachungsfunktion. Die einzelnen Kanäle sind gegen Fehlbedienung (Fremdspannung, Überlast) abgesichert.
Durch die Verwendung der SMART eigenen Baugruppen (z. B. TCR2464V2) ist ein modularer und skalierbarer Aufbau möglich. Das Testsystem bietet weiter die Möglichkeit, Fremdkomponenten zu integrieren. Die Steuerung erfolgt unter dem SMART-Cockpit bzw. unter einer Standard Scriptsprache. Es ist aber auch möglich, die im Markt etablierten Tools wie Vector CANoe, MBtech PROVEtech:TA oder ETAS LCA zu verwenden. Dadurch kann der Fail Save Tester in die vorhandene Toollandschaft des Kunden integriert werden.
Das Testsystem kann so erweitert werden, dass auch reale Sensoren oder Lasten über eine Schnittstelle angeschlossen werden können. Die Ausgänge des Steuergerätes können auch an ein LED-Anzeigenfeld angeschlossen werden, die eine visuelle Kontrolle der Signale erlauben. Die verwendeten Baugruppen ermöglichen eine Spannungs- und PWM-Simulation. Auch eine Simulation von spezifischen Signalen wie z. B. Raddrehzahl oder Piezoinjektoren ist möglich. Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer Pin-to-Pin oder Pin-to-Supply Lastsimulation.

